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Babys und Sonne: Darauf kommt es beim Sonnenschutz an
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Erwachsene machen sich um das Thema UV-Schutz und Sonnenbrand zumeist weniger Gedanken. Bei Babys und Kleinkindern ist ein ausreichender Sonnenschutz dagegen unverzichtbar. Die Haut besitzt bei den Kleinen noch keinen Eigenschutz und ist so bei direkter Sonneneinstrahlung besonderen Gefahren ausgesetzt. Bei längerem Aufenthalt in der Sonne die freien Stellen deshalb immer mit einer guten Sonnencreme einreiben. Wir zeigen, worauf Eltern beim Sonnenschutz für ihr Baby besonders achten sollten.
Warum der Sonnenschutz bei Babys so wichtig ist
Die Haut ist das größte Organ beim Menschen und übernimmt als solches zahlreiche Schutzfunktionen. Hierzu gehört insbesondere das Filtern und Absorbieren des Sonnenlichts durch die Ausschüttung des Farbstoffs Melanin. Dies verhindert das Eindringen der UV-Strahlen in tiefere Hautschichten, was zu schädlichen Zellveränderungen führen kann.
Bei Babys produzieren die Melanozyten noch nicht ausreichend Pigmente für einen körpereigenen Sonnenschutz. Die Haut beginnt erst ab dem zweiten Lebensjahr, langsam auf die durch Sonneneinstrahlung erzeugte Bräune zu reagieren. Dieser Prozess wird erst in der Pubertät abgeschlossen. Deshalb gelangen bei jungen Menschen rund 80 Prozent der UV-Strahlung in die unteren Hautschichten. Dazu kommt, dass die Haut bei Babys noch sehr dünn ist, was das Eindringen erleichtert. Da die Haut der Babys entstandene Zellschäden noch nicht selbstständig reparieren kann, wiegen die Folgen besonders schwer.

Was ist der beste Schutz für mein Baby?
Um das Baby bestmöglich vor schädlichen Sonnenstrahlen zu schützen, gilt es die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Der beste Schutz ist, die Kleinen keiner direkten Sonnenstrahlung auszusetzen. Sofern möglich, sollte man sich mit den Babys im Schatten aufhalten. Allerdings wirken auch hier noch bis zu 60 Prozent der UV-Strahlen. Deshalb ist auch im Schatten ein zusätzlicher Sonnenschutz erforderlich. Gleiches gilt auch, wenn der Himmel bewölkt ist.
Ein guter Schutz ist weite luftige Kleidung, die einen Großteil des Körpers bedeckt. Dazu dem Baby immer eine geeignete Kopfbedeckung aufsetzen. An den Füßen ist die Haut besonders empfindlich, weshalb sie mit geschlossenen Schühchen geschützt werden sollte. Für die freien Stellen ist eine spezielle Sonnencreme für Babys mit hohem Lichtschutzfaktor zu empfehlen.
Wer häufig mit dem Kinderwagen unterwegs ist, kann über die Anschaffung eines Sonnensegels nachdenken. Diese sorgen nicht nur für Schatten, sondern schützen je nach Material auch vor schädlichen UV-Strahlen.
UV-Schutz ist bei Babys zwingend erforderlich
Der beste Schutz ist die Vermeidung von direkter Sonneneinstrahlung. Nach der richtigen Kleidung kommt erst an dritter Stelle die Sonnencreme. Im ersten Lebensjahr sollte die Haut des Babys noch nicht komplett mit Sonnencreme behandelt werden. Da diese noch sehr durchlässig ist, können enthaltene Zusatzstoffe eindringen.
In jedem Fall sollte nur eine Sonnencreme verwendet werden, die speziell auf die Bedürfnisse der empfindlichen Haut von Babys und Kleinkinder ausgerichtet ist. Zu empfehlen sind Cremes mit dem Schutzfaktor „sehr hoch“. Diese entsprechen einem Lichtschutzfaktor von mindestens 50 und sind auch für Kinder geeignet.
Am besten die Creme nur an Stellen auftragen, die von der Kleidung nicht geschützt sind. Hierbei gilt es, auf die sogenannten Sonnenterassen zu achten. Gemeint sind damit Hautzonen, bei welchen die Gefährdung durch Sonnenstrahlen besonders hoch ist. Hierzu gehören etwa Ohren, Augen und die unbehaarte Kopfhaut. Ebenfalls empfindlich sind Fußrücken, Schulter und die Unterarme.
Welche die besten und unbedenklichsten Sonnencremes für Babys und Kinder sind, hat Stiftung Warentest hier getestet.

UV-Kleidung als Alternative?
Viele Eltern setzen mittlerweile auf sogenannte UV-Kleidung, die Babys und Kinder vor der Sonne schützen soll. Der VKI allerdings hat solche UV-Shirts getestet und ist zu dem erschreckenden Ergebnis gekommen, dass rund die Hälfte aller getesten Shirts keinen zufriedenstellenden UV-Schutz bieten. Zudem enthalten fast alle Bisphenole, eine Industriechemikalie, die Auswirkungen auf den Hormonhaushalt haben kann. Einen weiteren Kritikpunkt sieht der VKI in der Verwendung von synthetischer Kleidung: Mikrofasern können nicht nur Schadstoffe binden, sondern sind auch Mitursache für die Mikroplastik-Belastung.
Was beim Kauf von UV-Kleidung auch wichtig zu wissen ist: Der Schutzmechanismus hat ein Verfallsdatum! Wenn dieses überschritten wird, ist der UV-Schutz nicht mehr gewährleistet, d.h. UV-Kleidung sollte nicht nochmals beim Zweitkind verwendet oder gebraucht gekauft werden.
Sonnenbrand bei Babys: Die Folgen sind gravierend
Ein Sonnenbrand ist schon für Erwachsene unangenehm. Bei Babys und Kindern können die Folgen jedoch dramatisch sein. Als erste Maßnahme sollte die betroffene Stelle mit einem kühlen und in Kamillentee getränkten Tuch abgedeckt werden. Als unmittelbare Auswirkung kann es beim Baby zu Fieber oder Schüttelfrost, Erbrechen, Verwirrung oder Lethargie kommen. In diesem Fall unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Noch gravierender sind allerdings die möglichen Spätfolgen. Mit jedem Sonnenbrand steigt das potenzielle Risiko an Hautkrebs zu erkranken. Da sich die Haut bei Babys nicht selbst regenerieren kann, sind die Risiken hier besonders hoch. Zudem führt jeder Sonnenbrand dazu, dass die Haut schneller altert. Um dies zu verhindern, hat ein guter Sonnenschutz bei Babys oberste Priorität. Der richtige Weg ist die Vermeidung der Sonnenstrahlung im ersten Lebensjahr, passende Kleidung sowie eine hochwertige Sonnencreme.








