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Wut tut gut - 10 Impulse, wie du erfolgreich aus der Wutspirale aussteigst
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Dein Kind schreit, wirft sich auf den Boden, ist völlig außer sich. Meistens dann noch an einem Ort, an dem es besonders viele Menschen mitbekommen. An der Supermarktkasse oder bei einem großen Verwandtschaftstreffen. Und während du versuchst, ruhig zu bleiben, merkst du, wie auch in dir die Anspannung steigt. Und dann steht man seinem wütenden Kind gegenüber und wird selbst immer aufgebrachter, bis man irgendwann selber brüllt. Und danach bleibt dieses ungute Gefühl: „Warum konnte ich nicht gelassener reagieren?“
Nathalie Spiegelfeld, Gründerin der MuM Akademie, der Online Akademie für Mutter und Mindset, und selbst Mama von vier Kindern, liefert dir daher 10 Impulse, wie du erfolgreich aus der Wutspirale aussteigst.
(c) Getty Images
Was ist Wut?
Leider denken viele, dass Wut nicht sein darf. Sie macht uns Angst. Dabei hat sie als Emotion die gleiche Wertigkeit wie alle anderen Gefühle. Alle Gefühle gehören zu einer Familie. Es gibt keine guten und schlechten Gefühle – es gibt nur Gefühle, die sich gut anfühlen, und solche, die sich nicht gut anfühlen.
Wut möchte uns auf etwas aufmerksam machen. Hinter jedem Wutanfall steckt ein unerfülltes Bedürfnis, eine Grenze oder eine große Überforderung. Schon im Kleinkindalter wollen wir Eltern die Wut unserer Kinder unterbinden. Dabei bringen wir ihnen bei, dass Wut etwas Schlechtes ist. Kinder lernen schnell, sie zu unterdrücken. Doch was unterdrückt wird, wird nur stärker.
Gerade Kinder verfügen noch nicht über die Fähigkeit, ihre starken Gefühle zu regulieren. Sie brauchen deshalb keine Strafen oder Vorwürfe – sondern Erwachsene, die ihnen Sicherheit geben. Das bedeutet nicht, dass wir jede Reaktion akzeptieren müssen. Grenzen bleiben wichtig. Aber Kinder können unsere Grenzen viel leichter annehmen, wenn sie sich gleichzeitig mit ihren Gefühlen gesehen fühlen.
Die Wutspirale – Wenn zwei Wütende aufeinandertreffen
Es kommt zu einer Art Machtkampf. Viele von uns glauben, dass es in einem Streit ums Gewinnen und Verlieren geht: Als Autoritätsfigur muss ich das letzte Wort haben, sonst wird meine Autorität geschwächt.
Doch eine Eskalation ist wie ein Strudel, der beide Seiten mit nach unten zieht. Hier ist viel Platz für Ohnmacht, Schuld und das Gefühl, versagt zu haben. Die Beziehung nimmt Schaden – und eines ist klar: Wer schreit, gewinnt keinen Respekt, sondern erzeugt Angst. Angst vor der eigenen Mutter, vor dem eigenen Vater. Am Ende verlieren beide. Vor allem aber verliert die Beziehung.
Häufig eskaliert eine Situation übrigens gar nicht wegen des Verhaltens unseres Kindes, sondern weil unsere eigenen Stressmuster aktiviert werden. Je besser wir unsere eigenen Gefühle einordnen können, desto leichter gelingt es uns, aus dieser Spirale auszusteigen.
Um unsere Kinder bei einem Wutanfall zu unterstützen, braucht es vor allem starke und gelassene Eltern. Ich kann nicht behaupten, dass mir das immer gelingt und ich mich nie von meinen eigenen Emotionen mitreißen lasse. Darum geht es auch nicht. Es geht darum, jeden Tag ein bisschen besser darin zu werden. 
Meine 10 Impulse, wie du erfolgreich aus der Wutspirale aussteigst
❤️ Nimm deine eigenen Emotionen wahr!
Ordne deine Emotionen richtig ein! Hat die Eskalation tatsächlich mit deinem Kind zu tun – oder bist eigentlich du gerade erschöpft, gestresst, unter Druck, getriggert?
❤️ Nimm einen Wutausbruch nicht persönlich!
Sag dir innerlich: „Das ist nicht gegen mich. Das ist gerade sein/ihr Nervensystem.“ Hör auf, die Schuld bei dir zu suchen.
❤️ Bleib ruhig und gelassen!
Hab keine Angst vor einer schwierigen Situation. Kinder haben feine Antennen und spüren, wenn wir ruhig bleiben. Angst vor der Explosion ist oft schon der Garant für die Explosion. Ein tiefer Atemzug, die Füße bewusst am Boden spüren – das hilft dir, in dir selbst zu bleiben.
❤️ Erkenne die Wut deines Kindes an!
Teile deinem Kind mit: „Ich verstehe deine Wut, ich bin bei dir und für dich da.“ Allein diese Anerkennung nimmt schon sehr viel Druck aus der Situation.
❤️ Dein Kind braucht in diesem Moment keine Lösung.
Wer mitten in einem Wutanfall steckt, kann keine Lösung annehmen. Wenn sich die Wut gelegt hat, könnt ihr gemeinsam eine finden.
❤️ Rücke noch näher an dein Kind heran!
Gerade wenn es herausfordernd wird, hilft Nähe statt Distanz. Gib ihm zu verstehen: „Ich bin da, wenn du mich brauchst.“
❤️ Verlasse, wenn nötig, die Situation!
Wenn du merkst, dass du selbst zu aufgebracht bist, ist es kein Scheitern, die Situation kurz zu verlassen (bei entsprechendem Alter des Kindes). Nimm dir die Zeit, die Situation für dich besser zu verstehen und wieder ruhig zu werden.
❤️ Schmiede das Eisen, wenn es kalt ist!
Komm erst mit kühlem Kopf, zu einem späteren Zeitpunkt, auf dein Kind zu und besprecht gemeinsam, was passiert ist.
❤️ Sprich über deine Gefühle!
Und hilf deinem Kind, seine eigenen Gefühle zu erkennen und einzuordnen. So lernt es: Alle Gefühle dürfen sein.
❤️ Es gibt Momente, da braucht es eine klare Ansage.
Eine Ansage aus Liebe, nicht aus Macht: „Ich liebe und beschütze dich. An dieser Stelle muss ich dir den Weg weisen.“ Hier zählen kurze, klare Botschaften.
Ich bin überzeugt: Kinder brauchen keine perfekten Eltern. Sie brauchen Eltern, die bereit sind, sich selbst besser kennenzulernen und immer wieder in Verbindung zu gehen – mit ihrem Kind und mit sich selbst.
Denn unsere Kinder lernen nicht durch unsere Worte. Sie lernen durch das, was wir ihnen vorleben.
Über Nathalie Spiegelfeld, die Gründerin der MuM Akademie, der Akademie für Mutter und Mindset

Meine Mission: glückliche Mütter und glückliche Kinder.
In der MuM Akademie begleite ich Mütter, die sich allein, missverstanden, erschöpft oder orientierungslos fühlen – aus der Negativspirale aus Sorgen, Ängsten und Selbstzweifeln auszusteigen, um wieder gelassener, klarer und liebevoller zu handeln – für sich selbst und ihre Kinder.
Wenn du dir mehr Gelassenheit im Familienalltag wünschst, deine Beziehung zu deinem Kind stärken, dich selber besser kennenlernen möchtest oder gerade vor einer Herausforderung stehst, dann lade ich dich herzlich zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch ein.
Gemeinsam schauen wir uns deine Situation an und finden heraus, welche nächsten Schritte dich und deine Familie wirklich weiterbringen können.
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Mehr über mich und die MuM Akademie sowie viele weitere Impulse für ein erfülltes Muttersein findest du auf Instagram https://www.instagram.com/mumakademie_at/ oder auf meiner Website: www.mumakademie.at








