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Wie Eltern Eifersucht und Vergleich in der Familie in den Griff bekommen
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„Du bist so ungerecht, du hast meine Schwester viel lieber als mich!“ - Wenn du diesen oder einen ähnlichen Satz schon einmal von deinem Kind gehört hast, dann solltest du den Artikel von Nathalie Spiegelfeld, Gründerin der MuM Akademie – der Akademie für Mutter und Mindset, lesen. Sie verrät dir, wie du Eifersucht und Vergleich in der Familie in den Griff bekommst.
Wenn drei Geburtstage das Nervensystem testen
Drei meiner vier Mädchen haben im Frühling Geburtstag: März, April, Mai. Abgesehen davon, dass mein Konto in diesen Monaten stark belastet wird, ist es vor allem mein Nervensystem, das die Dreifachbelastung zu spüren bekommt. Dreimal Geschenke, dreimal Familienfeste, dreimal Geburtstagspartys mit Freunden – und dann ist da noch etwas anderes: der emotionale Stress.
Ich frage mich immer wieder: Ist alles gerecht? Fühlt sich wirklich keines meiner Kinder benachteiligt? Und was ist mit dem vierten Mädchen, das im November Geburtstag hat?
Diese Gedanken begleiten mich nicht nur rund um Geburtstage, sondern tauchen auch im Alltag auf: Mit wem verbringe ich mehr Zeit? Wem widme ich meine Aufmerksamkeit? Wem helfe ich mehr bei den Hausaufgaben? Wenn ich bei einem Streit eingreife – bin ich wirklich fair?
Und dann gibt es diese Momente, die mich als Mutter mitten ins Herz treffen, wenn eines meiner Kinder sagt: „Du bist ungerecht“ oder „Du hast meine Schwester lieber als mich.“
Manchmal wird es gar nicht ausgesprochen. Es ist nur ein Blick oder ein Gefühl. Und sofort ist er da, dieser Gedanke: „Ich bin nicht gut genug als Mutter.“
Ich bin auch nur ein Mensch
Nach fast 20jähriger Erfahrung als Mutter kann ich mich da ziemlich schnell rausholen, indem ich mir bewusst mache, dass ich auch nur ein Mensch bin. Wir Mütter geben jeden Tag unser Bestes, und trotzdem passieren Fehler. Manchmal sind wir müde, gestresst, reagieren nicht so, wie wir es gerne würden. Das bedeutet nicht, dass wir schlechte Mütter sind – es bedeutet nur, dass wir Menschen sind.
Die beste Reaktion?
Oft ist unsere erste Reaktion auf diesen Vorwurf Verteidigung:
❌ „Das stimmt doch gar nicht“
❌ „Ich habe euch beide gleich lieb.“
Doch Kinder wollen in solchen Momenten nicht hören, dass ihre Wahrnehmung falsch ist. Sie wollen verstanden werden.
Statt in die Verteidigung zu gehen, kannst du sagen:
✅ „Es fühlt sich für dich gerade so an, als wäre ich ungerecht zu dir, stimmt das?“
✅ „Du bist gerade enttäuscht, weil du glaubst, dass deine Schwester mehr Aufmerksamkeit bekommt.“
Allein dieses Anerkennen kann schon unglaublich viel Druck aus der Situation nehmen. Gefühle wollen gesehen werden – und sie dürfen sein.
Gerechtigkeit heißt, Bedürfnisse zu sehen
Gerecht bedeutet für mich nicht, dass alle Kinder genau dasselbe bekommen. Gerecht bedeutet, dass jedes Kind das bekommt, was es gerade braucht. Manchmal ist das mehr Zeit, manchmal mehr Unterstützung, manchmal mehr Nähe – und manchmal bedeutet es, einem Kind gerade eine Grenze zu setzen.
Vergleiche helfen Kindern, ihren Platz in der Familie zu verstehen. Unsere Aufgabe als Eltern ist nicht, Vergleiche zu verhindern, sondern jedes Kind in seiner Einzigartigkeit zu sehen.

Was wir wirklich brauchen
Bei meinen jüngeren Mädchen merke ich immer wieder, wie wichtig es ist, ihnen bewusst Aufmerksamkeit und Nähe zu schenken: gemeinsam zu spielen, auf den Spielplatz zu gehen oder einfach in einem Moment nur zuzuhören. Diese kleinen Augenblicke stärken ihr Gefühl von Sicherheit und Verbundenheit.
Meine Teenager brauchen mehr Erklärungen und Gespräche über Gefühle, Gerechtigkeit und Empathie, um sich verstanden zu fühlen und ihre Emotionen einordnen zu können.
Und was ist mit uns Eltern? Es ist hilfreich, zwischendurch innezuhalten und sich bewusst zu fragen: Wann war ich heute wirklich präsent für mein Kind und welche Bedürfnisse stehen gerade im Vordergrund? Solche kurzen Reflexionsmomente helfen, das Gleichgewicht zwischen den Kindern zu wahren und sensibel auf ihre Gefühle einzugehen.
Und eines solltest du nie, wirklich nie vergessen: deine eigenen Bedürfnisse! Frage dich, was du brauchst: Ruhe, Frieden, Verständnis, Respekt? Denn vielleicht ist genau dieses unerfüllte Bedürfnis der Grund, warum du nicht so reagieren kannst, wie du es eigentlich willst.
By the way: Für mich ist die Mutter-Kind-Beziehung ein Geben und Nehmen, wie ein Tanz, in dem manchmal der eine führt und dann der andere. Mein Kind darf auch lernen, auf meine Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen.
Quick fix: Was Kindern wirklich hilft
Wenn dein Kind das Gefühl hat, zu kurz zu kommen, braucht es vor allem drei Dinge:
1️⃣ Dein Kind möchte gesehen werden
Schon kleine Momente der Aufmerksamkeit – ein echtes Zuhören, Blickkontakt oder eine kurze Umarmung – können einen großen Unterschied machen.
2️⃣ Die Gefühle deines Kindes dürfen da sein
Wenn wir die Emotionen unserer Kinder anerkennen, lernen sie etwas sehr Wichtiges: Gefühle sind erlaubt und sie gehen auch wieder vorbei.
3️⃣ Dein Kind spürt die Sicherheit in eurer Beziehung
Kinder müssen nicht perfekt behandelt werden. Was sie brauchen, ist die Gewissheit, dass ihre Mutter sie liebt – nicht weniger, nicht mehr als ihre Geschwister, sondern auf ihre eigene, einzigartige Weise.
Der wichtigste Satz für Kinder
„Meine Liebe zu dir kann man nicht vergleichen.“
Liebe funktioniert nicht wie ein Kuchen, der aufgeteilt wird. Sie wird nicht kleiner, wenn mehrere Kinder da sind. Sie wächst – mit jedem Kind.
Es wird immer wieder Momente geben, die sich unfair anfühlen – für Kinder und Eltern. Perfekte Gerechtigkeit gibt es nicht. Was es geben kann, ist etwas viel Wertvolleres: eine Beziehung, in der Gefühle ausgesprochen werden dürfen, und eine Familie, in der jedes Kind weiß: „Ich werde gesehen. Ich werde gehört. Ich werde geliebt.“
Und das ist am Ende viel wichtiger als perfekte Gerechtigkeit.
Über Nathalie Spiegelfeld, die Gründerin der MuM Akademie, der Akademie für Mutter und Mindset

Meine Mission: glückliche Mütter und glückliche Kinder.
In der MuM Akademie begleite ich Mütter, die sich allein, missverstanden, erschöpft oder orientierungslos fühlen – aus der Negativspirale aus Sorgen, Ängsten und Selbstzweifeln auszusteigen, um wieder gelassener, klarer und liebevoller zu handeln – für sich selbst und ihre Kinder.
Das Herzstück meiner Arbeit ist die Mindset-Arbeit. Ich unterstütze Mütter dabei, ihr inneres Fundament zu stärken – durch bewusste Kommunikation, liebevolle Gefühlsbegleitung, klare Grenzen, mentale Stärke und das Bewusstwerden eigener Werte, Bedürfnisse und Antreiber. Schritt für Schritt lösen wir innere Blockaden, die durch negative Glaubenssätze, Sorgen, Ängste oder Selbstzweifel entstanden sind.
Mindsettraining wurde ursprünglich im Hochleistungssport entwickelt. Und was ist Muttersein, wenn nicht Hochleistungssport? 😅
Mein Motto: „I make mothers shine“. 💫
Im Super-MuM-Camp begleite ich dich mit meiner 5-teiligen Videoserie von den ersten Jahren bis zur Pubertät.
Du lernst,
✅ Sicherheit im Alltag zu finden
✅ Gefühle deines Kindes richtig zu begleiten
✅ Grenzen liebevoll zu setzen
✅ friedlich zu kommunizieren
Im kostenlosen Kennenlerngespräch helfe ich dir, Klarheit zu gewinnen, wo du gerade stehst, die ersten Schritte in die richtige Richtung zu gehen und wieder Kraft und Sicherheit zu spüren.







