Schön & Praktisch
Shampoo Bar selber machen – festes Shampoo für die ganze Familie
- Details
Schon lange hatte ich keine Lust mehr auf die vielen Plastikflaschen in unserer Dusche. Shampoo, Duschgel, Conditioner… Du kennst das. Alles steht rum, verursacht jede Menge Müll und glänzt auch nicht wirklich mit guten Inhaltsstoffen. Eine Alternative musste also her und die ist gar nicht schwer herzustellen. Die Lösung für das Plastikproblem heißt „festes Shampoo“. Und wenn ich es selber mache, dann weiß ich auch noch ganz genau, was drin ist. Deshalb mache ich mir meinen Shampoobar selber: ein festes Shampoo, das schnell hergestellt ist und auch von meinem Mann und den Kindern gerne verwendet wird.
Warum Shampoobars selber machen?
Selbstgemachte Shampoo Bars sind nicht nur nachhaltig und kostengünstig, sondern auch individuell an deine Haarbedürfnisse – und die deiner Kinder – anpassbar. Du kannst sie überallhin mitnehmen, und sie sind eine plastikfreie Alternative zu herkömmlichen Shampoos. Anders als Haarseifen benötigen Shampoobars keine saure Rinse, was die Anwendung denkbar einfach macht.
Vorteile eines Shampoobars
- Nachhaltig: Kein Plastikmüll und biologisch abbaubare Inhaltsstoffe.
- Kosteneffizient: Günstig herzustellen mit Zutaten, die oft bereits im Haushalt vorhanden sind.
- Individuell: Perfekt auf deine Haare – und die deiner Kinder – abgestimmte Inhaltsstoffe.
- Reisefreundlich: Kein Risiko des Auslaufens.
So macht du deinen Shampoo Bar selbst
(c) Katharinaruehrt
Zutaten für deinen Shampoo Bar
- je 25 g SCI und 25 g SCS: Das sind milde Tenside auf Kokosbasis, die sanft zu Haar und Kopfhaut sind und für einen stabilen Schaum sorgen. Du bekommst sie in jedem Naturkosmetikhandel.
- 10 g Stärke (z. B. Maizena): Verleiht dem Bar Festigkeit und wirkt wie ein Emulgator, der Fett und Wasser verbindet. Zusätzlich verstärkt es die Reinigungskraft.
- 30 g Buchweizenmehl: pflegt das Haar.
- 15 g Kakaobutter: Bringt Festigkeit in den Bar und pflegt das Haar.
- 10 g Öl: Nährt und pflegt die Haare. Geeignet sind z. B. Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Rizinusöl.
- 2 TL fein gemahlene Kräuter deiner Wahl (weitere Tipps findest du weiter unten)
Anleitung: Shampoo Bar selber machen
- Vorbereitung: Stelle alle Zutaten bereit und trage bei der Verarbeitung von SCI und SCS einen Mundschutz, da es staubt.
- Pulvermischung: Mische 25 g SCI und 25 g SCS mit 10 g Stärke, 30 g Buchweizenmehl und 2 TL fein gemahlener Kräuter in einer Schüssel. Füge 10 g Öl deiner Wahl hinzu.
- Fettmischung: Schmelze 15 g Kakaobutter.
- Vermengen: Gieße die geschmolzene Kakaobutter in die Pulver-Öl-Mischung und rühre alles gut durch, bis eine homogene Masse entsteht.
- Formen: Fülle die Masse in Silikonformen oder forme sie mit den Händen zu Kugeln.
- Aushärten: Lasse die Shampoobars über Nacht trocknen, bevor du sie benutzt.
Variation: Kräuter für jeden Haartyp
Rühre dir deinen individuellen Shampoobar mit deinen Lieblingskräutern. Gut für die Haare sind zum Beispiel:
- Brennnesseln – kräftigt
- Rosmarin – belebt
- Kamille – gut bei trockenem, glanzlosem, sprödem Haar
- Hopfen – wirkt stärkend und festigend auf das Haar
- Lavendel – beruhigt die Kopfhaut, gut gegen Schuppen, regt den Haarwuchs an
- Salbei – gut bei leicht fettigem Haar, beruhigt die Kopfhaut
- Minze – für sehr fettige Haare
Tipp für Kinder: Kamille und Lavendel sind besonders sanft und gut verträglich – ideal für empfindliche Kinderkopfhäute.
Shampoo Bar richtig anwenden
Benutzung: Den Shampoobar in den Händen etwas anfeuchten, dann direkt über die nassen Haare streichen, bis ausreichend Schaum entsteht. Anschließend wie gewohnt waschen.
Aufbewahrung: Trocken lagern, damit der Bar länger hält.
Festes Shampoo vs. Haarseife: Das ist der Unterschied
In meinen Kursen kommt sehr häufig die Frage nach dem Unterschied zwischen Shampoobar und Haarseife. Beide Produkte sind grundverschieden. Haarseife ist eine Seife – sie wird also gesiedet und nicht gerührt, und an die Bedürfnisse der Haare angepasst.
Shampoobars sind im Grunde wie das bekannte Flüssigshampoo, nur eben in fest. Plus: Beim selber Rühren weißt du genau, was drin ist.
Seife ist immer sehr stark basisch und braucht daher nach der Anwendung eine saure Rinse mit Essig oder Zitrone. Beim Shampoobar braucht es meist keine Zeit zur Umgewöhnung der Haare und Kopfhaut.
| Shampoobar | Haarseife | |
| Herstellung | Rühren | Verseifung |
| pH-Wert | Neutral | Stark basisch |
| Saure Rinse | Nicht nötig | Erforderlich |
| Umstellungsphase | Keine | Oft ja |
Über die Autorin

Ich bin Katharina Kohlbach, Expertin für Naturkosmetik und leidenschaftliche Rührerin. In meinen Kursen und Workshops zeige ich dir, wie wie aus wenigen und einfachen Zutaten eine Vielzahl an Rezepten entstehen. Ich liebe es, die Natur um mich herum in Hautpflege zu verwandeln und habe dabei keine Lust auf industrielle Hilfsstoffe und synthetische Zusätze. Auch in meinem Blog https://www.katharinaruehrt.com/blog findest du Rezepte sowie Wissens-Beiträge für mehr Natur auf deiner Haut.
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