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Du bist schwanger und fragst dich nun, ob deine Haustiere bedenkenlos mit dir und später auch mit deinem Baby zusammenleben können? Die gute Nachricht: Eine Schwangerschaft oder die Geburt eines Babys bedeutet nicht automatisch, dass ein geliebtes Haustier abgegeben werden muss. Im Gegenteil: Mit einigen einfachen Regeln, guter Hygiene und einer gewissen Vorbereitung können Baby und Haustier harmonisch miteinander aufwachsen.

Tipps Schwangerschaft Baby Haustiere Hygiene(c) JSB Co.

Haustiere und Schwangerschaft – kein Grund zur Panik

Hunde und Katzen können Schmutz, Haare und Keime ins Haus bringen. Deswegen sind eine gute Hygiene, regelmäßige tierärztliche Kontrollen und ein verantwortungsvoller Umgang wichtige Voraussetzungen für das Zusammenleben. 

Durch den Kontakt mit Tierkot können Toxoplasmen übertragen werden. Eine Erstinfektion mit Toxoplasmose in der Schwangerschaft kann zu Schäden beim ungeborenen Kind oder zu einer Fehlgeburt führen. Deswegen werden schwangere Frauen in Österreich im Rahmen der ersten Blutuntersuchung des Eltern-Kind-Passes auf Toxoplasmose-Antikörper getestet. Ist der Befund positiv, liegt eine bereits durchgemachte Infektion vor, die für Immunität sorgt. Ist der Befund negativ, gilt es einige Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen und ärztlich abzuklären, ob und wann weitere Kontrollen sinnvoll sind. Deine Ärztin oder dein Arzt wird dich hierzu genau beraten. 

Vor allem bei einem negativen Toxoplasmose-Befund sollten Tätigkeiten wie das Reinigen des Katzenklos nicht gemacht werden. Ein gesundes Haustier, das regelmäßig tierärztlich untersucht, entsprechend den Empfehlungen geimpft und vor Parasiten geschützt wird, stellt aber für eine Familie in der Regel kein besonderes Risiko dar dar.

Hygiene ist besonders wichtig

  • regelmäßige tierärztliche Untersuchungen

  • ein angemessener Parasiten- und Impfschutz

  • regelmäßiges Händewaschen nach dem Kontakt mit Tier, Futter, Kot oder Einstreu

  • eine saubere Umgebung sowie die Reinigung von Futter- und Wassernäpfen

  • kein Kontakt des Babys mit Tierkot oder verschmutzten Gegenständen

  • besondere Vorsicht bei Tieren, die krank wirken oder ansteckende Erkrankungen haben könnten

Kleine Kinder sollten früh lernen, Tiere respektvoll zu behandeln. Ein Haustier ist kein Spielzeug und sollte jederzeit die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen. Mehr über das Zusammenleben von Hund und Baby findet ihr in diesem Artikel. 

Gehören Haustiere ins Bett oder ins Kinderbett?

Ein Haustier sollte nicht im Babybett und auf dem Schlafplatz des Babys liegen. Auch wenn Hund oder Katze zur Familie gehören, braucht das Kind einen eigenen, sicheren Schlafbereich. Für Haustiere sollte deshalb von Anfang an klar sein, welche Bereiche tabu sind. Das gilt insbesondere für Kinderbett, Wickelplatz und andere Bereiche, in denen das Baby unbeaufsichtigt liegt.

Auch Schnuller, Fläschchen, Spielzeug und andere Gegenstände des Babys sollten für das Tier nicht zugänglich sein.

Haustiere und das Immunsystem

Oft hört man, dass Kinder, die mit Haustieren aufwachsen ein "starkes" Immunsystem haben. Tatsächlich gibt es wissenschaftliche Hinweise darauf, dass der frühe Kontakt mit unterschiedlichen Mikroorganismen und Umweltfaktoren die Entwicklung des Immunsystems beeinflussen kann. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass ein Haustier grundsätzlich zur Vorbeugung von Allergien beitragen kann. Die Entwicklung des Immunsystems ist komplex und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dennoch kann das Zusammenleben mit einem Haustier für ein Kind eine wunderbare Erfahrung sein. Dem Alter entsprechen können Kinder auch in unterschieliche Tätigkeiten rund ums Tier eingebunden werden. So lernen sie schon früh Verantwortung zu Übernehmen und die Bedürfnisse anderer Lebewesen zu respektieren.

Solltest du das Gefühl haben, dass dein Kind allergisch auf das Haustier reagiert hole auf alle Fälle ärtzlichen Rat ein. Typische Beschwerden können beispielsweise Hautreaktionen, tränende oder juckende Augen, Niesen oder Atemwegsbeschwerden sein. Vor allem bei bereits bekannten Allergien oder allergischen Erkrankungen in der Familie kann es sinnvoll sein, die Situation individuell mit einer Ärztin oder einem Arzt zu besprechen.

Fazit

Eine Schwangerschaft ist kein automatischer Grund, einen Hund oder eine Katze abzugeben. Mit guter Hygiene, regelmäßiger tierärztlicher Versorgung, klaren Regeln und einer behutsamen Eingewöhnung können Haustiere und Kinder in vielen Familien problemlos zusammenleben. Das Ziel sollte nicht sein, Haustier und Baby voneinander fernzuhalten, sondern einen sicheren und respektvollen Umgang miteinander zu schaffen. Das Wichtigste dabei ist, dass Baby und Haustier nicht allein gelassen werden, sondern der Kontakt immer durch Erwachsene begleitet wird. 

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